Ein Junge sitzt nachdenklich auf einem Sofa und spricht mit einer beratenden Person.

5 Dinge, die du tun kannst, wenn deine Mutter oder dein Vater an Krebs erkranken

1.) Nimm dir Zeit für deine Gefühle. 

Eine Krebsdiagnose trifft nicht nur die erkrankte Person. Auch du musst das erst mal verarbeiten. Es ist okay, wenn du dir Sorgen machst und dich von der Situation überfordert fühlst. Auch wenn gerade ganz viel auf einmal passiert: Halt einen Moment inne und versuche, zu benennen, was du empfindest. Schreib deine Gefühle auf, zum Beispiel in einem Tagebuch oder in einer Notiz auf deinem Handy. Das kann schon helfen, ein bisschen besser zurechtzukommen. 

2.) Sprich drüber. 

Du hast das Gefühl, deine Sorgen und Probleme sind gerade nicht so wichtig, denn du hast ja nicht Krebs? Dieser Gedanke ist absolut nachvollziehbar – und hier gilt ganz klar: Du musst da nicht alleine durch! Sprich mit Menschen, denen du vertraust, über das, was jetzt mit dir los ist. Das können Angehörige sein oder Freundinnen und Freunde. Wenn du das nicht möchtest, kannst du dir auch therapeutische Hilfe suchen. Deine Ärztin oder dein Arzt hilft dir bei der Suche. 

3.) Lade deine Batterien auf. 

Gerade in schwierigen Zeiten ist es besonders wichtig, auch auf deine eigenen Bedürfnisse zu achten. Nimm dir regelmäßig Zeit für ein Hobby, geh an die frische Luft und verbringe Zeit mit Menschen, die du gern hast. Denn: Auch wenn es deinem Vater oder deiner Mutter gerade nicht gut geht, darfst du weiter schöne Momente erleben. Und nur, wenn du auf dich selbst achtest, kannst du wirklich für andere da sein. Ideen für kleine Auszeiten im Alltag findest du übrigens auch hier bei Pausentaste.

4.) Such dir Gemeinschaft. 

Dein Alltag, wie du ihn kennst, verändert sich plötzlich? Du musst auf einmal über Dinge nachdenken, mit denen du noch nie in Berührung gekommen bist? Es fühlt sich an, als ob niemand wirklich versteht, was du erlebst? So oder so ähnlich geht es vielen Menschen, wenn nahe Angehörige an Krebs erkranken. Such den Kontakt zu Menschen, die wissen, was du durchmachst – weil sie selbst etwas Ähnliches erlebt haben. Selbsthilfegruppen für Angehörige von Menschen mit Krebs gibt es überall in Deutschland. Informationen bekommst du im Krankenhaus vor Ort oder online, zum Beispiel beim Deutschen Krebsforschungszentrum oder der Deutschen Krebshilfe

5.) Such dir Hilfe, wenn du sie brauchst. 

Auf dich selbst zu achten heißt auch, zu wissen, wann du alleine nicht mehr zurechtkommst. Du möchtest für deine Mutter oder deinen Vater da sein, aber die Verantwortung wird dir zu viel? Du möchtest niemandem zur Last fallen, aber du kannst selbst nicht mehr richtig schlafen oder deine Gedanken kreisen nur noch? Beratungsangebote wie die Nummer gegen Kummer (116 111 und nummergegenkummer.de) helfen anonym und kostenlos weiter. Weitere Anlaufstellen, online und vor Ort, haben wir hier gesammelt: https://www.pausentaste.de/hilfe/.
 

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